Unser Credo – Der Fehler darf nicht bis zum Kunden gelangen!

Es ist vielleicht auch mal interesssant zu erfahren, was einen Qualitätssicherer antreibt und welche Beweggründe es gibt, die Produkte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Daher möchte ich auf die Frage eingehen: Wie komme ich zur Qualitätssicherung?

Nach dem Studium war ich auf der Suche nach einer Aufgabe in der Software-Entwicklung, idealerweise im spannenden Feld des Mobilfunks. Dabei habe ich bei Ericsson (dem Netzwerkausrüster) erfahren, wie wichtig die Qualitätssicherung ist.

Wenn man für Software in Vermittlungsstellen, die sich bereits im Feld im Einsatz befindet, Updates bereit stellt, dann stellt man besser sicher, dass die Software keine Fehler enthält – sonst sind plötzlich Millionen Kunden offline.

Stellen Sie sich einfach vor, wie ein einzelner Fehler dafür sorgt, dass eine Großstadt nicht mehr telefonieren kann – und Sie haben die Größenordnung im Blick.

Um sicherzustellen, dass ein Update das Problem löst und nicht weitere Problem erstellt, wurde bei Ericsson auf Team-Arbeit gesetzt. Allein in unserer Gruppe waren 5 (!) Leute in wechselnder Zusammensetzung tätig, die sich gegenseitig kontrolliert haben.

Diese Akribie und Vorsicht waren für mich prägend, als ich beim nächsten Arbeitgeber als Qualitätssicherer einstieg. Wenn man in die Situation kommt, dass man den Kollegen vom Support Rede und Antwort stehen muss, warum sich heute schon x Leute nach einem Update mit exakt demselben Fehler – der im Zweifel einen Produktionsausfall nach sich zieht – gemeldet haben, weiß man, wie wichtig die Qualität des eigenen Produkts ist. Deswegen lautet seitdem lautet mein Credo „Jeder Fehler, der nicht durch mich, sondern durch den Kunden entdeckt wird, ist mir peinlich!“

Wie an anderer Stelle erklärt, hat man als Qualitätssicherer nicht das letzte Wort, ob ein Fehler behoben wird – aber man hat zumindest gute Argumente.

Deswegen vertraue ich auf vollständige Testpläne, auf ein 4-Augen-Prinzip und darauf, dass man reproduzierbare Arbeit abliefert.

Es gibt für jedes Unternehmen die richtige Methodik, um Testpläne zu entwickeln und abzuarbeiten. Die einen leben mit Word-Vorlagen hervorragend, die anderen haben ausgeklügelte Ticketing-Systeme. An mancher Stelle kann man Testautomatisierung betreiben, an anderer Stelle ist die „User experience“ (oder „Popometrie“ – wie es im Kfz-Bereich heißt) wichtig.

Es gibt nicht das ewig selbe Konzept, das auf alle Unternehmen anzuwenden ist. Wir erarbeiten gern das optimale Konzept mit Ihnen.

In meinen Augen ist es wichtig, dass man unabhängige Tester findet, die das Produkt kennen, aber es nicht im Schlaf bedienen können. Und da bieten wir uns gern an.

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